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So fing alles an: Die Geschichte der E-Zigarette

So fing alles an: Die Geschichte der E-Zigarette

Die meisten Menschen halten die E-Zigarette für eine Erfindung der letzten Jahre, aber das ist nicht ganz richtig. Richtig ist, dass der Durchbruch der elektronischen Alternative zur Tabakzigarette mit dem Siegeszug der kleinen und leistungsfähigen Akkus gekommen ist, die in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt wurden. Tatsächlich ist das Grundprinzip der E-Zigarette aber schon vor mehr als fünfzig Jahren patentiert worden.

Kein Durchbruch in den 60ern

Bereits im Jahre 1963 meldete der Amerikaner Herbert A. Gilbert ein Patent an, das bei näherem Hinsehen der modernen E-Zigarette schon sehr ähnelt. Er bezeichnete die Erfindung als rauch- und tabakfreie Zigarette und setzte bereits auf aromatisierten Dampf statt traditioneller Tabakverbrennung. Zu Beginn zeigten sich durchaus auch viele Firmen hinsichtlich einer Vermarktung des Geräts interessiert, doch einen kommerziellen Durchbruch gab es damals noch nicht.

Woran das lag, ist nicht ohne Weiteres zu ermitteln, denn hierüber gibt es höchst unterschiedliche Theorien. Die populärste (aber deswegen nicht unbedingt wahre) Theorie ist, dass die Tabaklobby die Einführung der E-Zigarette zum damaligen Zeitpunk unterdrückt hat, um Umsatzeinbußen beim Tabakkonsum zu vermeiden. Ob es tatsächlich eine solche Bestrebung seitens der Tabakfirmen gab, bleibt dahingestellt. So wie sich heute bereits einige große Tabakkonzerne auf die Herausforderung einstellen und ihrerseits ähnliche Produkte vertreiben möchten, ist es sicherlich vorstellbar, dass auch damals die E-Zigarette von den großen Zigarettenfirmen hätte vertrieben werden können. Ein weiteres Argument lautet, dass die Tabakindustrie natürlich sehr viel einfacher die E-Zigarette hätte verhindern können, indem sie das Patent vom Erfinder gekauft hätte.

Woran lag es wirklich?

Viele Fachleute sind daher eher der Ansicht, dass die E-Zigarette einfach zu früh kam. Die Folgen des Rauchens von Tabak waren Anfang der 60er Jahre längst nicht so bekannt wie heute. Das medizinische Langzeitwissen fehlte und natürlich war die kulturelle Akzeptanz des Rauchens eine völlig andere. Teilweise galt das Rauchen damals sogar noch als gesund, weil es die Nerven beruhigte, ein Zusammenhang mit Krebserkrankungen wurde zu dieser Zeit in der breiten Öffentlichkeit einfach nicht hergestellt und selbst die Experten im Gesundheitswesen hatten erst mit der Erforschung der negativen Folgen des Tabakkonsums begonnen. In öffentlichen Gebäuden, in Restaurants und Bars und allen anderen Orten, wo das Rauchen heutzutage verpönt ist, war es nicht nur erlaubt, sondern es gehörte zum guten Ton.(Spannend vor allem, wenn man bedenkt, dass heute an bestimmten Orten auch für die E-Zigarette Rauchverbot herrscht.) Mit einer E-Zigarette hätte man auf dem Markt damals einfach keine geeignete Zielgruppe ansprechen können.

Ein weiteres Problem in der Geschichte der E-Zigarette war die technische Seite. In den 60er Jahren gab es keine kleinen, wiederaufladbaren Akkus. Normale Batterien waren zwar verfügbar, aber relativ teuer, so dass die Folgekosten für den Betrieb einer E-Zigarette unverhältnismäßig hoch erschienen. Auch die kompakten Bauformen, die man heute realisieren kann, waren mit dieser Technologie noch nicht möglich. Es spricht also viel dafür, dass die E-Zigarette 1963 einfach einige Jahrzehnte zu früh kam.

Wiederauferstehung in China

Vierzig Jahre später hatte sich die Situation um das Tabakrauchen grundlegend verändert. Das Rauchen war vielerorts bereits geächtet, wurde durch Steuerbelastungen immer teurer und der Gesundheitsaspekt bekam größeres Gewicht denn je. Was an Wissen über den Tabakkonsum in den 60er Jahren noch fehlte, wurde in den folgenden Jahrzehnten durch solide wissenschaftliche Daten unterstützt. Das Fazit, dass das Rauchen grundsätzlich gesundheitsschädlich ist und zu einem guten Teil für viele Krebserkrankungen im Bereich der Lunge und der oberen Atemwege verantwortlich ist, stellt nur den Gipfel des Eisberges dar. Immer öfter wurden Raucher systematisch aus ihren „angestammten Revieren“ in Bars, Restaurants und öffentlichen Gebäuden verbannt. Wer rauchen möchte, soll das bitte im Freien tun. Ein wesentlicher Aspekt für die Durchsetzung von Rauchverboten lag aber im Nichtraucherschutz, denn das Passivrauchen (So verhält es sich übrigens mit dem Passivrauchen bei der E-Zigarette.) ist um einiges gefährlicher, als man sich in den 60er Jahren zu träumen gewagt hätte.

In China machte sich der Pharmakologe Hon Lik Gedanken darüber, wie man die Interessen von Rauchern und Nichtrauchern in Einklang bringen konnte und stellte im Jahre 2003 seinem Arbeitgeber die moderne E-Zigarette vor. Dabei setzte er auf ein piezoelektrisches Element, das mittels Ultraschall eine Nikotinlösung verdampfen konnte. Der große Vorteil dieser Art von Nikotinkonsum (im Vergleich zu Nikotinkaugummis oder Pflastern) war nach Hon Liks Ansicht, dass mit diesem Verdampfer dem Raucher die Möglichkeit gegeben werde, das gewohnte Raucherlebnis möglichst authentisch zu imitieren. Um das Nikotin zu verdünnen, wollte der Chinese bereits früh das heute allgemein verwendete Propylenglykol einsetzen.

Nach ersten Marktversuchen in China ging das Unternehmen „Golden Dragon Holdings“, für das Hon Lik tätig war, unter dem neuen Firmennamen „Ruyan“ („ähnlich dem Rauchen“) in eine Produktoffensive und exportierte die E-Zigarette auch in andere Länder. 2007 folgte das erste internationale Patent. Seit dieser Zeit gab es viele neue Varianten der E-Zigarette mit unterschiedlichen Funktionsansätzen und Erscheinungsformen. Anfängliche Schwierigkeiten mit der Technik wurden weitgehend eliminiert und die zuverlässige E-Zigarette, die wir heute kennen, fand ihren Weg schließlich in Läden überall auf der Welt.

Was bringt die Zukunft?

Heute scheint die E-Zigarette eine große Zukunft vor sich zu haben. Das zeigt sich auch daran, dass viele Tabakfirmen mittlerweile in eigene E-Zigaretten-Projekte investieren und sich die Rechte an entsprechenden Patenten sichern. Der gesundheitliche Aspekt wird in Medien immer wieder untersucht. Während Langzeitergebnisse naturgemäß noch fehlen und Experten immer wieder darauf hinweisen, dass die E-Zigarette nicht als Entwöhnungshilfe oder „harmlose Technik“ angesehen werden sollte, sondern als Alternative für Tabakraucher, bleibt die Frage, wie Gesellschaft und Gesetze auf die E-Zigarette reagieren sollen.

Bis dahin ist die rechtliche Situation häufig ungeklärt oder uneinheitlich. So gehen die Meinungen deutscher Gerichte oft auseinander, was die Frage betrifft, ob E-Zigaretten ebenfalls unter das generelle Rauchverbot fallen oder nicht. Auch der Verkauf an Kinder und Jugendliche soll nach dem Willen der Regierung verboten werden. Mit Letzterem hat der überwiegende Teil der E-Zigaretten-Industrie im Übrigen gar kein Problem, denn sie weist immer wieder darauf hin, dass E-Zigaretten ein Genussmittel für Erwachsene sind und nicht in Kinderhände gehören.

Welchen Weg die E-Zigarette in Zukunft nimmt, darf also gespannt verfolgt werden ...

Sensay / Fotolia.com


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